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title: Kann ich GetMyInvoices mit ChatGPT nachbauen?
canonical: "https://kannkidas.de/produkte/getmyinvoices/"
author: Pascale Beier
description: "GetMyInvoices ersetzen: Was bei E-Mail-Import, Portalabruf, DATEV-Übergabe, Fehlerwarteschlange und laufender Connector-Pflege realistisch ist."
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# Kann ich GetMyInvoices mit ChatGPT nachbauen?

**Urteil:** Für feste Quellen, nicht als Connector-Netz · **Score:** 49/100

**Erster belastbarer Umfang:** 6–10 Wochen für E-Mail, Upload und zwei dokumentierte APIs

**Mindestens nötig:** 2 Personen aus Backend-Entwicklung und Buchhaltungsprozessen, plus Betrieb

Ein Team kann Rechnungen aus wenigen stabilen Postfächern, APIs und Uploads sammeln, normalisieren und an DATEV übergeben. Ein Ersatz für das breite Portalnetz von GetMyInvoices wird dagegen zum dauerhaften Connector-Betrieb mit Login-Änderungen, MFA, Captchas und schwer erkennbaren Ausfällen.

## Was gut machbar ist

- PDF- und strukturierte Rechnungen aus dedizierten Postfächern können regelbasiert importiert, gehasht und einem Lieferanten zugeordnet werden.
- Dokumentierte Anbieter-APIs lassen sich über getrennte Adapter mit Checkpoints, Token-Erneuerung und kontrollierten Wiederholungen anbinden.
- Ein zentrales Belegregister kann Quelle, Zeitraum, Abrufstatus und DATEV-Übergabe nachvollziehbar sichtbar machen.
- Fehlende erwartete Belege lassen sich anhand eines Lieferantenkalenders melden, ohne eine Rechnung künstlich zu erzeugen.

## Wo die Grenzen liegen

- Browserbasierte Kundenportale ändern DOM, Login und Downloadwege ohne stabile Schnittstellen oder Vorankündigung.
- MFA, Captchas und ungewöhnliche Login-Prüfungen verhindern einen verlässlichen unbeaufsichtigten Abruf und dürfen nicht unsicher umgangen werden.
- Ein fehlender Beleg fällt technisch oft nicht als Fehler auf; Vollständigkeit erfordert Erwartungen je Lieferant und Abrechnungsperiode.
- DATEV-Übergaben unterscheiden sich zwischen reinem Belegbild und strukturierten Rechnungsdaten und brauchen transparente Feld- und Statuskontrolle.

## Der erste sinnvolle Scope

1. Import aus einem Funktionspostfach, manuellem Upload und höchstens zwei offiziellen Rechnungs-APIs.
2. SHA-256-Dublettenprüfung, Lieferantenzuordnung, Abrechnungsmonat und unveränderliche Speicherung des Originaldokuments.
3. Bestätigte Metadaten und Belegbilder über genau einen DATEV-Datenservice oder einen klar dokumentierten Export übergeben.
4. Quellenübersicht mit letztem Erfolg, erwartetem nächsten Beleg und einer Warteschlange für Authentifizierungs- oder Formatfehler.

## Technischer Ansatz

- Jede Quelle als isolierten Adapter mit eigenem Secret, Zeitlimit, Rate Limit, Checkpoint und Gesundheitsstatus kapseln.
- Dokumente zuerst in Quarantäne speichern, auf Schadsoftware prüfen und erst danach unveränderlich in das Mandantenarchiv übernehmen.
- Import- und Exportjobs idempotent über eine Queue verarbeiten; Dokumenthash, externe ID und Zeitraum als Abgleichsschlüssel verwenden.
- Portalzugänge in einem Secret Store halten, niemals an ein Sprachmodell senden und bei MFA eine explizite menschliche Aktion verlangen.

## Risiken

### Unbemerkte Lücke (sehr hoch)

Ein grüner Abrufjob beweist nicht, dass ein erwarteter Monatsbeleg existiert; Quelle und Abrechnungsperiode brauchen eigene Vollständigkeitsregeln.

### Zugangssperre (hoch)

Automatisierte Logins können Sicherheitsprüfungen auslösen oder Konten sperren und benötigen einen vorgesehenen manuellen Wiederherstellungsweg.

### Doppelter Beleg (hoch)

Weitergeleitete E-Mails und erneute Downloads erzeugen Dubletten; Hash, Lieferant, Rechnungsnummer und Betrag müssen gemeinsam geprüft werden.

### Secret-Abfluss (sehr hoch)

Portalzugänge eröffnen den Zugriff auf vertrauliche Abrechnungen und dürfen weder in Logs noch in Prompts oder Support-Exports erscheinen.

## Bauen oder kaufen?

### Selber bauen, wenn …

Ein Eigenbau passt, wenn mindestens 80 Prozent der relevanten Belege aus E-Mail, Upload oder wenigen stabil dokumentierten APIs kommen und das Team bewusst auf ein universelles Portalverzeichnis verzichtet.

### Fertige Lösung wählen, wenn …

GetMyInvoices ist wirtschaftlicher, wenn viele Lieferantenportale, mehrere Mandanten, fertige Buchhaltungsintegrationen und eine zentrale Verantwortung für laufende Connector-Reparaturen benötigt werden.

## Prompt für den begrenzten Eigenbau

Baue einen internen Beleg-Sammler für eine klar benannte Quellenliste, kein allgemeines Portal-Automationsprodukt. Akzeptiere Rechnungen per Funktionspostfach, Upload und höchstens zwei dokumentierten APIs. Kapsle jede Quelle in einem Adapter mit separatem Secret, Checkpoint, Rate Limit und Gesundheitsstatus. Prüfe Uploads auf Schadsoftware, speichere Originale unveränderlich und erkenne Dubletten über Dokumenthash plus Rechnungsmerkmale. Ein Lieferantenkalender hält fest, welcher Beleg in welcher Periode erwartet wird; überfällige Dokumente werden als Lücke gemeldet. Extrahierte Felder bleiben Vorschläge und werden vor dem Export bestätigt. Übergib Belegbild und Metadaten idempotent an genau einen DATEV-Dienst oder stelle einen versionierten Export bereit. Führe eine Warteschlange für MFA, Captcha, abgelaufene Tokens, geänderte Formate und unklare Lieferanten. Keine Umgehung von Sicherheitsprüfungen und keine Portalpasswörter in KI-Systemen. Miss Abrufquote, erwartete gegen vorhandene Belege, Dubletten und Zielsystem-Abgleich. Definiere pro Adapter einen manuellen Upload als Rückfallweg.

## Quellen

- [GetMyInvoices – Integrationen und Schnittstellen](https://www.getmyinvoices.com/de/integrationen-schnittstellen/) — fino data services
- [GetMyInvoices – DATEV Unternehmen online](https://help.getmyinvoices.com/de/faq/datev-unternehmen-online/) — fino data services
- [GetMyInvoices – Funktionen, Quellen und Exporte](https://www.getmyinvoices.com/de/preise/) — fino data services
